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Zinskommentar vom 09.01.2009
Derzeit werden die Zinsmärkte weltweit von zwei Themen bewegt: Einerseits werden bedingt durch die extrem schwachen Wirtschaftszahlen weitere Leitzinssenkungen der Notenbanken erwartet, andererseits breitet sich zunehmend die Sorge aus, dass die Staaten durch das Anwerfen der Gelddruckmaschinen und durch die exorbitante Ausweitung der Staatsschulden die langfristigen Kapitalmarktzinsen nach oben treiben könnten.
In der Folge werden die Zinsstrukturkurven steiler, da die Risikoprämien für lange Zinsbindungen steigen, obwohl derzeit die Inflationsraten im Rekordtempo fallen. Vielen Investoren wird inzwischen das Ausmaß der Schecks, die von den Politikern weltweit jede Woche in Hunderten Milliarden geschrieben werden, unheimlich. Aus diesem Grund wird auch eine weitere Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am nächsten Donnerstag nicht zwangsläufig zu niedrigeren Kapitalmarktzinsen führen.
Die schwachen Exportzahlen in Deutschland und die anhaltend schwachen Konjunkturindikatoren in praktisch allen Euroländern werden unserer Ansicht nach die EZB zu einer Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte veranlassen. Für die Baugeldkonditionen sind aber weder die Leitzinsen entscheidend noch die Renditen von Bundesanleihen, sondern die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten weiter ausweiten wird.
Das heißt, dass selbst sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden.
Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten. Gerade längere Laufzeiten bieten sich dazu an.
Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen.
Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel mit einer Vier vor dem Komma gesichert werden.
Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen unsicheren Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und dazu noch die langfristig attraktivste Altersvorsorge. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts
Geschrieben 09:20 am 10. Januar 2009
Neues Wohn Riester Programm
Für zwei Drittel der Deutschen sind die eigenen vier Wände die ideale Altersvorsorge. Und da seit kurzem mit Wohn-Riester auch wieder eine nennenswerte staatliche Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum verfügbar ist, können noch mehr Kunden den Traum vom eigenen Heim auch Wirklichkeit werden lassen. Mit der DSL Bank haben wir neben der Allianz jetzt einen weiteren Finanzierungspartner, mit dem Sie ein entsprechendes Wohn-Riester-Angebot machen können.
Bei dem Wohn-Riester-Darlehen der DSL Bank handelt es sich um ein Annuitätendarlehen als Altersvorsorgevertrag im Sinne des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes. Daher werden Tilgungsleistungen ins Darlehen mit Zulagen gefördert. Darüber hinaus können Kunden von Steuerersparnissen profitieren. Die staatlichen Zulagen fließen beim Wohn-Riester-Darlehen der DSL Bank als Sondertilgungen in das Darlehen ein. Das Darlehen wird somit schneller zurück gezahlt. Die Konditionen beim Wohn-Riester-Darlehen sind identisch mit dem Standard-Produkt der DSL Bank.
Sollten Sie Fragen zum Wohn Riester haben, hilft Ihnen gerne Ihr Bauficheck24 Finanzierungsberater. Er gibt Ihnen auch gerne Details zum Wohn-Riester-Darlehen der DSL Bank.
Geschrieben 09:17 am 10. Januar 2009
Zinskommentar vom 19.12.08
Zinsmarkt beruhigt sich vorerst
von Robert Haselsteiner (Gründer und Vorstand der Interhyp AG)
Nach den heftigen Bewegungen der letzten Wochen, versucht sich der Zinsmarkt derzeit wieder zu stabilisieren. Die Kaufpanik Anfang Dezember und die anschließenden Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt hatten zu enormen Tagesbewegungen geführt. Die Fundamentaldaten treten jetzt wieder stärker in den Vordergrund.
Die Leitzinssenkung der US-Notenbank (Fed) auf die Spanne von 0 bis 0,25% unterstreicht die Rezession in den USA und unterstützt weiterhin die Nachfrage nach Anleihen im Dollarraum. Da die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst noch deutlich höhere Leitzinsen bevorzugt, hat der Euro als Währung an Attraktivität gewonnen und kräftige Kurssteigerungen gegen fast alle Währungen sind die Folge. Das wiederum bremst die Exportchancen auch in Deutschland und drückt auf eine ohnehin schon schwache Nachfrage in den traditionellen Exportmärkten.
Der aktuelle Ifo-Geschäftsklima-Index, der den tiefsten Stand seit 1982 erreicht hat, spiegelt diese Effekte wider. Vor diesem Hintergrund ist im Januar oder Februar auf jeden Fall mit einem weiteren Zinsschritt der EZB zu rechnen und diese Erwartung wird auch in den nächsten Wochen die mittelfristigen und langfristigen Kapitalmarktzinsen stützen.
Wichtig für die Konditionen von Baugeld sind jedoch nicht nur die Kapitalmarktzinsen und die Renditen von Staatsanleihen, sondern vor allem auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinsabstand zwischen Baugeld und Staatsanleiherenditen in den nächsten Monaten ausweiten wird. Das heißt, dass sinkende Renditen bei Bundesanleihen nicht unbedingt zu tieferen Baugeldzinsen führen werden.
Wir bleiben bei unserer Empfehlung, dass Baufinanzierungskunden die aktuellen Konditionen sichern sollten und sich dazu gerade längere Laufzeiten anbieten. Anschlussfinanzierern empfehlen wir, die immer noch niedrigen Aufschläge für Forward-Darlehen zu nutzen.
Viele Baufinanzierungen aus den Jahren 1999 und 2000 wurden damals mit Zinssätzen von über 6% abgeschlossen und können jetzt bei einem Bankwechsel deutlich unter 5% optimiert werden. Wir empfehlen daher, eher mehr Eigenkapital einzusetzen und auch höhere Tilgungen zu vereinbaren, da das Besparen der eigenen Immobilie hohe Kalkulationssicherheit bietet.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts
Geschrieben 09:49 am 27. Dezember 2008
Zinskommentar vom 05.12.2008
Im Verlauf dieser Woche ist es an den Anleihemärkten zu einer regelrechten Kaufpanik gekommen und die Renditen für Staatsanleihen haben in den USA und in Euroland die tiefsten Niveaus seit 50 Jahren erreicht. Ausschlaggebend für diese starke Nachfrage der Investoren nach Staatstiteln war einerseits die Erwartung deutlicher Leitzinssenkungen der Notenbanken, andererseits aber auch die nachhaltige Flucht in die beste Kreditqualität, die die Investoren in Anleihen der USA und der Bundesrepublik Deutschland sehen.
Mit dem gestrigen Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte nach unten auf nunmehr 2,50% hat die Europäische Zentralbank ein klares Zeichen gesetzt und gleichzeitig die Erwartungen des Marktes getroffen. Die Tatsache, dass die Bank of England um einen ganzen Prozentpunkt auf 2,0% und die Reichsbank in Schweden sogar um 1,75 Prozentpunkte gesenkt hat, illustriert aber auch die sehr angespannte Konjunktursituation und die Erwartung der Notenbanken, dass Inflation für längere Zeit kein Thema mehr ist.
Mit der Flucht in die Qualität geht aber auch einher, dass die Risikoaufschläge für die Kredite an schwächere Staaten und Unternehmen in den letzten Monaten enorm angestiegen sind. Die private Baufinanzierung wird dagegen weiterhin mit sehr attraktiven Konditionen von den Banken bedient und als sehr sichere Kreditkategorie eingestuft.
Baufinanzierungskunden muss aber bewusst sein, dass die Risikoprämien, die Banken verlangen müssen, auch in diesem Bereich ansteigen können und zukünftig fallende Zinsen bei den Staatsanleihen nicht unbedingt zu sinkenden Baugeldkonditionen führen müssen. Dieser Effekt hat bereits dazu geführt, dass zwar die Renditen der Bundesanleihen unter den Tiefständen von 2005 liegen, die Renditen von Pfandbriefen und damit auch Baufinanzierungen jedoch die alten Tiefstände von 2005 nicht erreicht haben. Da die erwarteten Zinsschritte der Notenbanken jetzt passiert sind, rechnen wir in den nächsten Wochen mit einer Aufwärtskorrektur bei den Baugeldzinsen um bis zu 30 Renditestellen.
Wir empfehlen Baufinanzierungskunden, in den nächsten Tagen die Konditionen zu sichern und den Zinsrutsch der letzten Wochen zu nutzen. Dabei gilt es weiterhin, konsequent mit langen Laufzeiten für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Auch Baugeld mit 15 bis 30 Jahren Zinsbindung ist derzeit wieder deutlich unter 5% zu haben.
Damit kann man sich bei entsprechender Tilgungshöhe praktisch bis zur vollen Rückzahlung den Zinssatz sichern, behält aber sogar die Option, nach 10 Jahren zu kündigen und damit eventuelle spätere Tiefzinsphasen nutzen zu können.
Geschrieben 11:33 am 08. Dezember 2008
EZB senkt drastisch den Leitzins
Donnerstag, 04. Dezember 2008 - Mit der höchsten Zinssenkung ihrer zehnjährigen Geschichte hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf die Verschärfung der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa reagiert. Die Notenbank nahm heute den Leitzins für die 15 Länder des Euro-Raums um 0,75 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent zurück.
Bereits im Oktober und November hatte die EZB den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld im Kampf gegen die Rezession in vielen europäischen Ländern um je 0,50 Punkte gesenkt. Ein erneuter Zinsschritt war erwartet worden, allerdings hatten viele Experten nur mit einer Rücknahme um 0,5 Punkte gerechnet. Der EZB-Leitzins liegt auch nach der Zinssenkung noch deutlich höher als in den USA (1,0 Prozent).
Die schwedische Zentralbank hatte den Zinssatz heute vor der EZB-Entscheidung bereits 1,75 Punkte auf zwei Prozent nahezu halbiert. Auch die Bank von England senkte ihren Leitzins um einen Prozentpunkt auf 2,0 Prozent. Damit ist der dortige Zinssatz so tief wie seit 1951 nicht mehr. Die Bank of England hatte ihren Leitzins bereits im November deutlich um 1,5 Punkte auf 3 Prozent gesenkt.
Es wird zudem erwartet, dass die EZB ihre Wachstumsprognosen korrigieren wird. Bislang hatte die EZB für 2009 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euro-Raum von 1,2 Prozent erwartet. Experten rechnen damit, dass diese Vorhersage auf rund 0,8 Prozent verringert wird.
Von: Oliver Lepold
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Geschrieben 08:31 am 05. Dezember 2008
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